Artikel-Schlagworte: „Bloglesung“

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Donnerstag, 25. Oktober 2012

Das letz niest Nummer IX. In den Kalender eintragen! Es lohnt sich

Nachschlag

Dienstag, 16. Oktober 2012

Zeichnung: V. Onmir, Rabenkalenderrückseite 11.10.2012

Christoph B. Ströhle…

Montag, 15. Oktober 2012

…schreibt am 13.10. 2012 im Reutlinger Generalanzeiger (GEA):

Leider konnte ich den Artikel nicht verlinken, weil er nur in der Zeitung, nicht aber in der Online-Ausgabe erschienen war. Hier bei mir.

 

Die große Packung Bonzo…

Freitag, 12. Oktober 2012

… hatte mit der Lesung und Schauung meines Blogs überhaupt nichts zu tun. Denn Bonzos sind Belohnungsplätzchen für Hunde. Rein zufällig landete die Packung, die mir freundlicherweise Kollege K. von der BayWa mitgebracht hatte, gut sichtbar auf einem Tisch. Es hätte sich ja auch, im Rahmen meiner Hunderassencartoons, um ein Product Placement handeln können  und somit eine Möglichkeit, mit Blogschreiben Geld zu verdienen (hätte, wäre, könnte…) Die wesentlichen Begrifflichkeiten hatte Karola Adam von der Pfullinger Stadtbücherei im Rahmen ihrer Begrüßung geklärt, sodass ich sogleich die Entstehungsgeschichte ausbreiten konnte. Uwe Gessler von pixel-id und Uli Eder gebührt hier großer Dank bei der Geburtshilfe! Dann ging es mitten hinein in die Welt der Cartoons, von Pfullinger Lokalsatire, die Bedeutung von Kommentaren und Tags und Verlinkungen, und wie ich das alles mittels des Dashboards  produziere, immer bemüht, Fachbegriffe zu übersetzen und zu veranschaulichen, was ich an dieser Stelle bleiben lasse. Für den Zuschauer/Zuhörer war es optisch sicherlich manchmal anstrengend, durch die permanente Scrollerei von Beispiel zu Beispiel, gewissen Schwindelgefühlen ausgesetzt zu sein. Wie mir anschließend mitgeteilt wurde, lösten das manche der Anwesenden durch das Schließen der Augen. Ich werde mir zur Präsentation Gedanken machen müssen. Die Pause hätte ich nicht machen sollen, denn aus irgend einem unerfindlichen Grund (so ist es meist bei technischen Problemen!) verabschiedete sich das Netz und somit die Möglichkeit, den Beamer zu nutzen. Die Vorbereitung durch die Fachleute der Stadt Pfullingen hatte so gut geklappt (Dank an dieser Stelle!) und nun stand ich genau dort, wo ich aufgrund schon gemachter Erfahrungen nie stehen wollte: Als Nichtschwimmer am Ufer des Sees der technischen Probleme. Es gab Ideen, Versuche, vergebens. Wir zogen um. Zwei Stockwerke höher stand ein internetfähiger PC, um den wir uns scharten, der sich aber wegen eines nicht kompatiblen Kabels weigerte, mit dem Beamer in Kommunikation zu treten. Ich zeigte noch ein wenig und las und… hatte ein geduldiges, mir sehr gewogenes Publikum, das klaglos die Achterbahnfahrt eines Pionierversuchs ertrug. Ich tröste mich mit der Vorstellung, dass auch der erste Flugversuch (etwas vermessen, der Vergleich!) schief ging und mit einigen Verbesserungen es durchaus möglich ist, wie das Beispiel DAS LETZ NIEST beweist, das Netz auf die Bühne zu bringen, beziehungsweise an die Wand zu werfen. Gespannt bin ich auf den Bericht des GEA Redakteurs und werde darüber berichten. Komme, was da wolle!

Ach ja, “Tücken der Technik” verfasste ich vor den Augen und mit Hilfe der Zuschauer. Ich hatte mir den geplanten gemeinsamen Abschlussbeitrag anders vorgestellt.

 

Tücken der Technik

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Die Pause hat nicht gut getan. Ein sehr schöner Abend geht nach der Pause jäh zu Ende, nicht ohne ein bereitwilliges Publikum, das in der Lage war, die technischen Bredouillen tapfer nach oben zu tragen. Ja, ich werde Näheres berichten und bin auch auf den GEA-Zeitungsbericht gespannt.

DAS LETZ NIEST (VII) Teil 2

Donnerstag, 2. Februar 2012

Katharina Fink und Sascha Bühler

Einschub:
Die Angst um die fallende Bierflasche ist unbegründet, denn Lars Hilscher ist zwar nicht live dabei, meldet sich aber mittels eines Kommentars. Siehe auch Foto im Kulturprodakschn Blog.

Katharina Fink und Sascha Bühler, Foto: Matthias Knodel

Katharina Fink (Revolvermädle) und Sascha Bühler (Dr. Schreck) kennen sich schon aus Tübingen. Bühler – spielt(e?) im ERSTEN TÜBINGER NASENFLÖTEN ORCHESTER -, und Frl. Fink begrüßen sich mit dem kultigen „Nas-Nas-Flöt-Flöt“ und, das ist die liebenswerte Überraschung, sie treten als Duett auf, sitzen zumindest nebeneinander und haben eine Reihenfolge abgesprochen. Den Unterhaltungswert steigert außerdem die Tatsache, dass ein Beamer und die große Leinwand ins Spiel kommen. Denn was wäre ein Blog-Lesung, würde da nicht mindestens bei einem Teilnehmer das eigentliche Medium, das Netz, in Szene gesetzt?

 

Katharina Fink, Foto: Matthias Knodel

Frl. Fink macht ihre Doktorarbeit in Südafrika und Bayreuth, kommt ursprünglich aus Hessen und kennt die Reaktionen auf „Doktorarbeit und Bayreuth“ (ha ha!) Ich reiche auf diese Weise den nicht gemachten running Gag zu „Bayern“ nach: Eine Hessin sagt zu München: Münschen. Bloggt hier und betreibt zusammen mit einer Freundin & Kollegin eine „himmelgrüne Ereignisagentur“ – schon der Name hebt sich vom großen Angebot der „Eventagenturen“ sympathisch ab – , die unter anderem „bodenständige Höhenflüge“ anbietet und an die an die „verrückende Kraft der individuellen Passform“ glaubt. Katharina Fink ist auch „Frl. Fink“ und „Revolvermädle“, die (vermutlich alle drei) an einer Doktorarbeit schreiben, „die sich mit Fragen um Erinnerung, Stadtraum und Museumsarbeit in ihrer Wahlheimat Johannesburg beschäftigt“.  Ich find’s hochinteressant, auch wenn sich mir Vieles, das fängt schon mit dem Motto an: „being a fräulein in a rough world“  (noch) nicht erschließt. Sorry, sicher liegt das auch an meinen miserablen Englischkenntnissen. Es geht wohl um einen berühmten Uje (sprich: Jutsche), der ein Konzert (Film per Beamer)  gibt, die Massen führt, geleitet und zu entrücken in der  Lage ist.

Foto: Matthias Knodel

Bezaubernd auch die Foto-per-Beamer-Einblicke in die wunderbare Welt der Bayreuth-Wagner-Festspielbesucher: Die Auffahrt“ -  Paparazza-Einblicke aus kritisch-bürgernaher Perspektive, Kompliment!

Katharina Fink und Sascha Bühler (rechts), Foto: Matthias Knodel

 

Sascha Bühler, Dr. Schreck, Foto: Matthias Knodel

Sascha Bühler (Dr. Schreck) findet herrlich verquere Dinge im Angebot der beworbenen Warenwelt und beweist, dass er besonders genau hinsehen kann. Wem sonst fällt auf, dass eine Süßspeise mit dem Namen „Loop“ auf den Kopf gestellt „doof“ heißt?
Er bleibt nicht beim puren Abbilden, sondern interpretiert amüsant das Gezeigte .  Ob man dabei immer mit der Wertung übereinstimmt oder hie und da eine Überinterpretation zu finden glaubt, bleibt alleine dem „Voyeur“ überlassen. Geistige Verwandtschaft lässt mich schmunzeln – beim Deppenapostrophen einer Brötchenwerbung oder bei „Ützel-Brützel“.
„Wo Menschen aufeinander treffen, gibt’s Hass und Zettel“, spricht Dr. Schreck und präsentiert uns sein Blog PASSIV-AGGRESSIVE MITTEILUNGEN – Untertitel: „Lustige, passiv-aggressive (oder einfach nur aggressive) Mitteilungen an die Mitmenschen“. Die Äußerungen von Hundehassern wechseln sich ab mit Mitteilungen von Menschen, die sich über Unzulänglichkeiten von postangestellten Falscheinwerfern, unkorrekten Abfallentsorgern, erziehenden Blockwarten und sonstigen Klugscheißern aufregen. Dr. Schreck scheint diese Mission zur Erziehung aufzuregen, zumal sie in den meisten Fällen nicht den direkten (zu feige?), sondern den Umweg über den Zettel suchen. Doch oh Schreck, da scheint ihm selbst der Gaul durchgegangen zu sein, lässt er sich doch
in seinem Bühnen-live-Kommentar zu einer Aussage hinreißen, die stark vermuten lässt, dass er ebenfalls nicht frei von partieller Aggression ist. Was ich, im Übrigen, völlig verständlich und normal finde (ich erinnere an chronische Linksfahrer, Nichtblinker, Einfahrtenversteller, in-die-Schlange-Drängler oder sonstige Schofseggl). Gerade durch die Kommentierung fordert Sascha Bühler den Widerspruch heraus, super! Ereifert euch, sucht, findet, kommentiert! Das baut Aggressionen ab.

Nachtrag zum Kommentar einer Besucherin, die auch demnächst ein Buch herausbringt und in der Nähe von Tübingen lebt und baldmöglichst bei dasnetzliest lesen sollte, würde ich mir wünschen.

Und jetzt fehlt noch Deef (sprich wie Dave) Pirmasens…

 

 

DAS LETZ NIEST (VII), Teil 1

Dienstag, 31. Januar 2012

Geschichten nachzuerzählen, die auf der Bühne gelesen wurden, wäre zu wenig. Da ist es schon besser, auf die Geschichte des Namens „das letz niest“ hinzuweisen, wie es sich gehört, mit Link, also hier.
Wir waren wieder zu Gast und auch zu Hause im heimeligen Tübinger Zimmertheater.

Uli Eder und Wolfgang Brenner Foto: Matthias Knodel

„Dinge und Menschen, die aus Bayern kommen, kommen meist nicht aus Bayern“, tragen Ulrich Eder und Wolfgang Brenner vom Diablog ihre Theorie zur Einführung in die 7. Augabe des „niesenden letzes“ vor. Deef (sprich wie engl. Dave) Pirmasens lebt zur Zeit in München, Frl. Fink lebt nur zeitweise in Bayreuth (Betonung auf der ersten Silbe), im Fränkischen, aber Teil Bayerns und ist schon mal nach München gefahren. Alexandra Tobor lebt in Marburg – gut, der erste Buchstaben von München (warum schreib ich zuerst immer Münschen?) und Marburg sind gleich, aber das war’s schon mit Gemeinsamkeiten.

Uli Eder Foto: Matthias Knodel

Uli Eder berichtet von seiner Abmahnungsgeschichte wegen eines Stadtplanschnipsels, den er vor fünf Jahren verwendet hatte. Ehe er sich versah, war er in den Fängen der ABMAHNUNGSINDUSTRIE  und einen runden Tausender los. Merke: Man guttenbergt schneller als man denkt! In der Sparte: Was wurde aus…? wird die Beteiligung an einer Lesung von DASLETZNIEST als Möglichkeit, einen Job zu finden, präsentiert: Roman Held, der nächstes Mal die Schokolade, die nach ihm benannt wurde, erhalten soll.
Pia Ziefle aus Mössingen versucht Uli auch schon des längeren für dasletzniest zu gewinnen, was ihm jedoch bisher nicht gelang. HÄKELSCHWEIN war schon bei Günther Jauch und steht nun auf dem Tisch im Zimmertheater. Wo sich doch Häkelschweine überall herumtreiben!

Wolfgang Brenner Foto: Matthias Knodel

Wolfgang Brenner, Kassier der Laubenpieper (bei uns würde man sagen: Organisierte Gütlesbesitzer) weiß aus vielen Gesprächen von gesundheitlichen und Vereinsnachwuchsproblemen der alternden Laubenbesitzer. Dazu kommt, dass Exilschwabe Wolfgang unter dem in Berlin real existierenden Schwabenhass, seinen Auswirkungen (abgefackelte Kinderwagen und Bananenkisten) und deren juristischer Würdigung (Schwabenhass ist kein gutes Motiv) leidet.
Ganz anders hingegen der im prallen Alltag erlebte Dialog zweier geschwistrigen Kleinkinder – nachzulesen in der Serie KID CUTS – zum unerschöpflichen Thema PUPS, PIPI und KACKA. Herrlich!

Uli Eder Foto: Matthias Knodel

Uli bringt digitale Probleme dem Publikum mittels eines Puppenspiels nahe. Nein, eigentlich sind es die Tücken des Alltags, die ihn buchstäblich zu Fall bringen und für Mitgefühl bei den Zuhörern sorgen. Aber, lest selbst, eine Geschichte, die einem an bestimmten Stellen immer wieder dieses Geräusch entlockt, das entsteht, wenn ich, mich ganz identifizierend, mir die Luft stoßweise durch die Backenzähne der vergleichsweise geschlossenen Zähnen einsauge.

Alexandra Tobor lebt in Marburg und jetzt in Augsburg (soviel zum running Gag BAYERN),  bloggt und twittert als silenttiffy und ist Autorin eines Buches, das am 8. Juni erscheint. Es heißt: SITZEN VIER POLEN IM AUTO: TEUTONISCHE ABENTEUER
(Und wenn ihr das Buch haben wollt, und ihr wollt es haben, dann bestellt dieses Buch beim Buchhändler eures Vertrauens, außer ihr sagt: Was brauche ich Buchhandlungen, ich will ausschließlich den anonymen Buchversand, dann bestellt ruhig bei diesem Versand mit A am Anfang! Aber meckert nicht, wenn eines Tages der Buchladen dicht gemacht und an seiner Stelle ein Sonnenstudio eröffnet hat!)
Alexandra las vor zwei Jahren aus einem nicht vorhandenen Buch eine vorhandene Geschichte und arbeitet nun fieberhaft an der Vollendung ihres Manuskripts, das bis Ende Februar fertig sein muss. Sie kommt als Sechsjährige mit ihrer Familie aus Polen/Schlesien nach Deutschland und schreibt Migrations- und Integrationsgeschichten, verbessert „Geschichten“ zu „Grotesken“. Ihre Fähigkeit, in schwierigen Situationen (wie beispielsweise bei schlechtem Essen) den Tod vorzutäuschen, beschreibt Alexandra fast anrührend und beweist, ein Gourmet zu sein mit ihrer Vorliebe für Zahnpasta mit Himbeergeschmack und Radiergummis auf Bleistiften. Im verbotenen Keller entdeckt sie die „Welt der Wunder“ in Gestalt eines Quelle Katalogs. Zeitgleich mit Kindern, die hier mit Sesamstraße und Benjamin Blümchen aufwuchsen, fordert die Autorin eine Freundin auf: „Lass uns Cola-trinken spielen“, um eine Dose mit Wasser aufzufüllen und davon zu träumen, dass in der BRD „jeder seine eigene Dose hat“. Ja, die Zeit bis zum Erscheinen des Buches wird lange werden….

Alexandra Tobor, Foto: Matthias Knodel

 

Mehr über KULTURPRODAKSCHN und Matthias Knodel hier.

Fortsetzung folgt! (Wir lachten früher immer über die abgekürzte Version “Forts.folgt”)

Vorankündigung: Das letz niest (IV)

Montag, 24. Januar 2011

Wer, wie ich mal hoffe, mehr wissen will, möge sich hier oder hier kundig machen.