Archive for März, 2014

Gscheid im Lautertal…

Dienstag, März 25th, 2014

Foto: mit freundlicher Gehmigung von Bernd Richard Hinderer

… muss man schon sein oder zumindest bereit sein, zu werden. Nicht jeder Wanderer verfügt über eine derartige Sachkompetenz!

Der Glemser Stausee…

Sonntag, März 23rd, 2014

… wird derzeit abgelassen, das Wasser größtenteils in das obere Speicherbecken gepumpt und die Tonnen von Fischen abgefischt und umgesetzt. Dann wird das Becken vom Schlamme befreit und Ausbesserungsarbeiten vorgenommen. Die Wege bleiben begehbar. Ein Besuch lohnt sich.

Na gut, ein bisschen anders sah das Schild aus…

Heute neu

Freitag, März 21st, 2014

Der Artikel zum Bild: Thaddäus Troll hier. Außerdem möchte ich noch einen schönen Text von Ralf Husmann (Rabenkalenderblatt vom 16. März) in die Runde geben:

„Gewäsch wird auch nicht dadurch geistreich, dass es jetzt Twitter heißt, und ich werde nicht dadurch schlauer, dass ich nun die Chance habe, Shakespeare auch als E-Book nicht zu lesen.“

Ach ja, da fällt mir ein, dass Frieder Scheiffele (Schwabenlandfilm) einen hervorragenden Film über Thaddäus Troll gemacht hat, der auch hier in der SWR-Mediathek gesehen werden kann.

HörEmpfehlung

Donnerstag, März 20th, 2014

radioSpitzen

Neues aus der Szene
Marc-Uwe Kling

„Auf dem Nockherberg 2014“ – wir präsentieren die Höhepunkte der diesjährigen Starkbierprobe. Ottfried Fischer startet sein neues Kabarett-Programm „Jetzt noch langsamer“. „radioSpitzen“ ist dabei. Auch der Kabarettist Hannes Ringlstetter tourt mit einem neuen Programm: „Zum Ringlstetter“ – wir stellen es vor. Die politische Biographie von Werner Schneyder „Von einem der auszog, politisch zu werden“ ist auf dem Markt – „RadioSpitzen“ stellt sie vor. Außerdem gibt es Neuigkeiten vom kommunistischen Beuteltier – Die Känguru-Offenbarung von Marc-Uwe Kling (siehe unser Foto).

Aus: Der KULTUR-Newsletter vom 20.3.2014 – Bayerischer Rundfunk [kulturnews-newsletter@br-online.de]

Freitag, 21.3. | 14.05 Uhr | Bayern 2
Wdh.: Samstag, 22.3. | 20.05 Uhr | Bayern 2

Thaddäus Troll…

Donnerstag, März 20th, 2014

… wäre am 18. März hundert Jahre alt geworden.

Zeichnung: H. Bachschuster

 

Dem Troll hätte es vermutlich gefallen: Volles Haus, alles was kulturell Rang und Namen besitzt, war dabei. Vorausgesetzt, man kennt die Szene…

Zutritt ins Stuttgarter Rathaus, Großer Sitzungssaal, nicht durch den Haupteingang, nein, durch den Seiten-, beziehungsweise den Hintereinhang musste sich die Jubiläumsgemeinde schleichen. Es hatte etwas Verschwörerisches. Immerhin gleich anschließend an die traditionelle Montagsdemo gegen Stuttgart 21, deren Geist nachhaltig in die Veranstaltung hineinwehte. Die Anstifter verteilten zu Beginn Thaddäus Trolls Schwäbischen Schimpfkalender, den zu benutzen ich mir überlegte („Suchen Sie sich etwas aus!“), als ein Großteil des Publikums sich während der Musik des TRIO BRILLANCE weiter angeregt unterhielt – es war ja nichts Klassisches, nur Jazz! Banausen! Ein hinter mir sitzendes Paar bedurfte meiner Frage, ob das (mit dem Reden) den ganzen Abend so weitergehen solle, um ihre Beredsamkeit einzustellen. Oberbürgermeister Kuhn begrüßte im Stile der bei Bürgermeistern (die um ein GRUSSwort gebeten wurden) so beliebten Vor-Hauptredner-Rede (Motto: Sie werden sehen, ich habe mir ebenso viel angelesen wie das, was Ihnen nachher der Hauptredner erzählen wird…). Die überwiegende Mehrheit der Gäste waren wohl S21-Gegnerinnen und Gegner, was am verhaltenen Applaus für Kuhn und seinem (im Programm noch N.N. genannten) Nachredner, dem stellvertretenden Ministerpräsident und Finanzminister Nils Schmid, abzulesen war. Reinhard Hübsch von SWR 2 moderierte witzig, spontan und schlagfertig. So muss Kulturmoderation aussehen! Jürgen Lodemann darf hauptreden und trollt sich ans Rednerpult und fesselnd durch Hans Bayers Leben und ehrt Troll, indem er für den politischen Literaten die Frage stellt: Welchen Standpunkt hätte der Meister zu STUTTGARTEISAZWANZIG bezogen? Und kommt zu dem vielbeklatschten (wenn auch logischen) Ergebnis: Troll hätte den Schiefbahnhof abgelehnt. Dies wiederum veranlasst Eberhard Jäckel, einen vom Tisch der Dreizehn, zu einem späteren Zeitpunkt gegen die Vereinnahmung Trolls für die Tiefbahnhofgegner zu protestieren. Tochter Manuela Bayer hingegen dankt dem Rednerfreund Lodemann und stellt sich ganz und gar hinter dessen Ausführungen. So verkörpern Literatur, Humor und kritischer Geist einen vermeintlich physisch Anwesenden, nicht zuletzt durch mehrere Einspieler seiner Stimme. In der anschließenden Gesprächsrunde kommen neben Manuela Bayer und Eberhard Jäckel auch der Biograf des neuen Troll-Buchs Jörg Bischoff und der langjährige Freund und Historiker, Literat und Benefizschwätzer (wie er sich selbst nennt) Gerhard Raff zu Worten, die ein, von Hübsch trollig moderiert (will heißen, Troll hätte es nicht besser können!), umfassendes Bild des Dichters, Kulturwissenschaftlers, Politikers und Menschen Hans Bayer zeichneten, eines Vorbildes, nicht zuletzt dank seines selbstkritischen Umgangs mit seiner Rolle in der Nazizeit. Zur Freude vieler Festgäste gibt Raff einem „gewissen abgewählten Politiker“, ohne ihn beim Namen zu nennen in authentisch schwäbischer Spitzfedrigkeit, noch eine auf den Pelz. Troll als Mensch und schreibendes Arbeitstier wird in den Erzählungen der langjährigen Sekretärin Eleonore Lindenberg lebendig. Mit dem Regisseur Alfred Kirchner, der die Aufregungen, Anfeindungen, aber auch die Begeisterung um das ins Schwäbisch übersetzte Geizkragen-Thema Entaklemmer Revue passieren ließ, schloss der Abend wie er begonnen hatte: Ein Großteil des Publikums schiss auf die hervorragende Musik des TRIO BRILLANCE, indem es begann, während der Musik den Saal zu verlassen, um sich möglichst schnell und unterhaltend den Maultaschen, Butterbrezeln und dem Wein zu widmen (koscht nix!) und sich sehen zu lassen und gesehen zu werden. Zum Glück wurde an diesem Abend dem Bedürfnis mancher, sich posthum in Trolls Ruhm zu sonnen, entgegen gesetzt, dass Troll zu Lebzeiten nicht selten schwere Anfeindungen auszuhalten hatte, was mit zu seinem Freitod geführt haben könnte. Was bleibt, ist der Impuls, sich mit einem politischen Literaten auseinander zu setzen, (und es macht einen höllischen Spaß!) das Schwäbische selbstbewusst und nicht tümelnd zu pflegen und den Bayrisch-Trachtlern des Wasenfestes und dem ignoranten SWR-Fernsehen auf die Füße zu treten, um einzufordern, mehr der durchaus vorhandenen kreativen und kritische Kultur aus dem Ländle ins Schaufenster zu stellen.

Ideenspaziergang

Dienstag, März 18th, 2014

Zeichnung: V. Onmir, Rabenkalenderrückseite 14.3.2014

Zitat

Dienstag, März 18th, 2014

Zeichnung: V. Onmir, Rabenkalenderrückseite 15.3.2014

meint Joseph Conrad.

Verzicht

Dienstag, März 18th, 2014

Zeichnung: V.Onmir, Rabenkalenderrückseite 11.3.2014

Ausstellung Martin Schmid…

Sonntag, März 16th, 2014

… im Sudhaus, Galerie Peripherie. Volles Haus im „hohen“ Haus, der historischen Räumlichkeit des ehemaligen Sudhauses von 1870. Über den, teilweise hoch gehängten Bildern von Martin Schmid, bleibt noch viel Raum zur Decke, Luft, in der seine Bilder ihre explodierende Farbigkeit nach oben entfalten können. Nach der Begrüßung durch den Sudhaus-Geschäftsführer Adalbert Sedlmeier führte der Künstler selbst ins Werk ein – in freier, wenn auch sehr leiser Rede, fundiert, bildhaft, nur unterbrochen durch eingestreute Gedichte. Mir war – aber das muss nichts heißen – Martin Schmid bisher kein Begriff, obwohl er, gelobt von Marie Luise Kaschnitz, Peter Härtling, Walter Jens und vielen anderen, in Tübingen von 1970 bis 1992 am Zeicheninstitut der Universität lehrte.

Achtung Krötenwanderung!

Sonntag, März 16th, 2014

Zeichnung: V. Onmir, Rabenkalenderrückseite 9.3.2014