Herr P. kommt vom Büro, …
… doch keiner weiß, wer Herr P. ist, kennt seinen vollständigen Namen, und was sich im Büro abgespielt hat, wie sich das auf seine Laune ausgewirkt hat und wie ihn sein Zuhause empfängt. Herr P. ist einer von Milliarden Menschen, deren Biografie wir nicht kennen und nicht wissen, ob sich ihr Verhalten nun positiv oder negativ auf das Weltgeschehen auswirkt.

Herr P. sieht etwas missmutig aus, aber das ist ja auch verständlich, weil seine Chefin ihm eröffnet hat, dass er jetzt auch KI muss. Er muss aber Pipi und das macht er wenige Sekunden, nachdem er die Haustüre aufgeschlossen hat. Mit leerer Blase macht sich Herr P. sogleich an die Zubereitung einer wunderbaren veganen Lasagne, deren Duft die einige Zeit später nach Hause kehrende Gattin empfängt. „Wo sind die Kinder?“, ruft sie schon an der Türe, worauf er wie immer zurückgrölt: „Wir haben noch keine!“ Die überschwappende Fröhlichkeit der beiden gipfelt noch vor der Lasagne und mehr vor als auf der Chaiselongue in erotischer Zweisamkeit und führt wenige Monate später zur Geburt von Zwillingen, die einst gemeinsam die Geschicke des Landes zum Wohle aller bestimmen werden.
Also: positiv.
Einfach großartig, lieber Uli, gr0ßes Kino!
Danke für so’nen Text!
Manfred, der Kober unter den Pfullingern