Obwohl man sich auf die Suche nach dem „Sebastian“ Seidelbast macht, heißt: Wo sind die pinkfarbenen Blüten, die ab Mitte Februar das winterliche Graubraun durchbrechen, sieht man anfangs vor lauter Bäumen den Wald nicht. Groß ist die Freude dann beim Entdecken der ersten Exemplare. Und noch größer wird die Freude, wenn man auf dem Rückweg noch etliche Pflanzen zusätzlich aufspürt, die einem auf dem Hinweg entgangen sind. Der Ausblick über Gönningen nach Norden vom vorbildlich frei geschnittenen Schönberger Kapf allein lohnt den Weg!
Schlagwort: Seidelbast
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Ackersalat, Biber und Judasohr

Seidelbast Zwischen Lauterach und der Laufenmühle bildet die Lauter bisweilen Überschwemmungen, die stellenweise Seen entstehen lassen, die dem Biber hervorragende Lebensbedingungen bieten. Seine Fraßpuren sind überall zu sehen, ebenso wie seine Behausung, die Biberburg.
Im Sommer lohnt ein Besuch des Wasserspielplatzes beim Biosphärenzentrum mit Bewirtschaftung. Im Wolfstal blühen derzeit die Märzenbecher und der scharlachrote Kelchbecherling. Letzterer blüht natürlich nicht, sondern bildet das farbliche Konrastprogramm zu grün und weiß.

Kuriosität: Ein Märzenbecher wagt den Blick nach oben. Der Becherling wächst ausschließlich auf Totholz.

Das Judasohr, ein Speisepilz, der ausschließlich auf abgestorbenem Holunder vorkommt. 
Wilder Ackersalat am Fels. Und wer wusste das alles, kennt jede Pflanze mit dem Vor- und Nachnamen? Wolde Mammel, der Alblinsen (Albleisa)- Pionier.
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„Midd Fraed uff da Frialeng zua..“ …
… schreibt Freund J. und schickt ein Foto von (Sebastian) Seidelbast. Mit Vornamen behält man die Pflanzennamen leichter. Demnächst drückt der (Hubert) Huflattich aus dem Boden.

Zellertal bei Unterhausen. Wunderschön, der Effekt, der bewirkt, dass in den Wassertropfen durch Veränderung des eigenen Standpunkts sämtliche Spektralfarben zu bewundern sind. Leider ist das mit meinen bescheidenen fototechnischen Möglichkeiten nicht festzuhalten.
Und zum Abschluss auf den Höhen des Imenbergs besucht uns ein Kleiner Fuchs, dem die blaue Farbe des Wanderschuhs gefällt.
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Uff d’Alb nuff …
Im Pfaffental zwischen Wasserstetten und Dapfen an der Lauter blühen die Märzenbecher
und der Seidelbast
Warum der Specht inzwischen seine Nisthöhle ebenerdig errichtet, bleibt unerklärlich.
Die Hochsitze, so es sie noch gibt, zeigen sich mit eingebauten Sollbruchstellen …
… und nur noch sehr große Jäger schaffen den Aufstieg zur Abschussempore.
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Sebastian
Seidelbast heißt natürlich nicht wirklich „Sebastian“ mit Vornamen, sondern offiziell Daphne. Nicht das erste Mal bin ich auf der Suche nach dem Frühblüher. Am Imenberg zwischen Pfullingen und Unterhausen kenne ich einige Stellen, werde aber bös enttäuscht. „Biosphärengebiet“, „Naturschutz“ – sollte man meinen! Stattdessen finde ich breitflächig abgeholte Flächen, „Pflege“ ohne Fingerspitzengefühl. Der Schnitt wird zudem eben dorthin verbracht, wo die Pflanzen wachsen. Da hilft nur, sich an die zuständigen Stellen zu wenden, um fürs nächste Jahr vorzubauen. Zugegebenermaßen war ich auch zu spät dran, denn aufgrund des milden Winters waren die Seidelbaste schon am Verblühen und die ersten Blätter da.

abgesäbelt aber lebend -
Neues aus dem Wald
Ja, wir haben noch Winter. Und der wird uns auch noch ein Weilchen bleiben. Aber der Seidelbast (Vorname: Sebastian) platzt fast vor Stolz, demnächst seine Blüten öffnen zu dürfen. Gesehen am Schönberger Kapf, oberhalb Gönningens.
Außerdem gab es ein Ö zu sehen, was aber vermutlich nichts mit Jahreszeitenwechsel zu tun hat. Ö?
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Wie sich die Jahreszeiten…
…manchmal gleichen: Neblig herbstlich im Februar. Heute morgen, noch kein Auto auf dem Rossbergparkplatz. Schneereste am Waldrand, kein Mensch weit und breit. Wildschweine haben die Wiesen auf der Suche nach Fressbarem deutlich sichtbar umgepflügt.
Vorbei an einem Fabelwesen…
…, um dann am Schönberger Kapf den zauberhaft blühenden Seidelbast zu finden.



























