Nach einem Jahr ohne …

Auftritte – der Bart durfte wachsen und gleichzeitig das Fehlen der Kunst sichtbar machen – war Teil zwei der Bart-Art (kurz B:Art) das schrittweise Zurückschneiden der Pracht. Interessant ist die Tatsache, dass man als B:Art-Träger selbst keine Veränderung spürt. Sieht man einmal davon ab, dass sich da im Gesicht ein haptischer Spielplatz entwickelt, wird einem der Gesichtsschmuck in erster Linie über die Rückmeldungen der Menschen bewusst. Man wird oft nicht mehr erkannt. Jetzt nach Phasen des Rückschnitts verunsichert man das Umfeld erneut. Vor Allem,  wenn man Varianten der Symmetrie wählt, die nicht üblich sind.

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One Response to “Nach einem Jahr ohne …”

  1. Uta Gessler sagt:

    Da es sich hier um keinen gewöhnlichen Bart handelt, sondern symbolisch um einen „Corona-Bart“ verstehe ich auch in diesem Sinne den schrittweisen Rückschnitt.
    Allerdings ist die Entfernung eines jeglichen Bartes ein sehr ein- bzw. abschneidendes Ereignis und kann nach Vollstreckung nicht wieder rückgängig gemacht werden. Wenn dr Bart ab isch, no isch er ab!
    Er könnte natürlich wieder neu wachsen – was wiederum symbolisch an Corona erinnert und mir einen Schrecken einjagt.
    Aber viel besser wäre, wenn jetzt nach der Rasur Platz für Neues entsteht, in jeder Beziehung und nicht zuletzt für die geschundene Kunst und Kultur -wenn man – ohne das graue Gewirr -das Gesicht im Ganzen sieht – und vor allem das Lachen! Ein schöner Gedanke!
    Die ganze Bartaktion war und ist mutig und sicherlich gegen manchen Widerstand tapfer durchgezogen! Respekt Helmut!!!!!!
    Aber ganz am Rande: ohne Bart g‘fällscht mr viiiiiiel besser!