Posts Tagged ‘Schwäbische Alb’

Beeindruckend,…

Montag, August 19th, 2013

… die Wetterfront über dem Kalkofensteinbruch bei Genkingen (im Kreis Reutlingen. Information für alle, die von weiter her reinschauen)

 

und gigantische Pilze, die ich, trotz versuchter Bestimmung, nicht mit einem Namen versehen konnte. Im Prinzip der alte Trick, Pilzkenner auf meinen Blog anzulocken.

 

„Kultisch oder dem Pferdegeschirr zuzuordnen“…

Donnerstag, Juni 6th, 2013

Immer, wenn Archäologen keine Erklärung zur Funktion (was ist das, was man da gefunden hat und wozu brauchte man es?) von Fundgegenständen geben können, versteigen sie sich in oben genannte Formulierung. Unzweifelhaft besitzen Archäologen eine selbstironische Ader, die von Generation zu Generation weitergegeben wird: In der Südwestpresse erschien am 25.5.2013 ein Artikel von Henning Petershagen. Die Archäologen mutmaßen, es könne sich um ein „Steinzeit-Navi“ gehandelt haben. Im letzten Jahr wurde gar ein „Menstruationskalender“ bemüht.

 

Genial, zumindest kreativ sind solche Deutungen – und natürlich erlaubt, solange keiner das Gegenteil beweist. Erlaubt ist, was einen Medienknaller zündet und, was wissenschaftlich durchaus wünschenswert wäre, damit Widerspruch herausfordert. Die Presse hat auch etwas davon und bringt die „farbenfrohen Brocken“ dann leider nur in schwarz-weiß (verstehe einer die Entscheidungen für oder gegen Farbbilder!) Wenn ich nun die Fundstücke aus meinen eigenen Grabungen anschaue, hätte ich eine ganz andere These zur Begutachtung:

Es handelt sich bei allen vier Stücken vermutlich um Schneide- und Schabwerkzeuge, die ein ähnliches Alter wie die aus den Conard’schen Grabungen im Hohlen Fels aufweisen. Während jedoch die zwei kleineren Schaber (rechts) keinerlei menschliche Bearbeitung aufweisen, sind am dritten von rechts zeichnerische Spuren auszumachen, die als Raubtier oder Schamane (?) angesprochen werden können. Überdeutlich  ist am Artefakt links ein reptilienartiges Tier zu erkennen, das vermutlich mit Rötel und Werkzeug aufgetupft wurde. Handelt es sich hier um eine archäologische Karte, die den Fundort eines versteinerten Tieres zeigt? Oder ist es das Werk eines Künstlers, der aus purer Lust am Zeichnen und Gestalten ein Tier abbildete? Letzte Erklärung wäre vielleicht nicht ganz so spektakulär, aber durchaus Ausdruck kreativer Intelligenz der damals lebenden Menschen.

Als die Alb noch unbezwinglich war

Freitag, Juni 29th, 2012

Von Gustav Schwab erschien 1823 der erste Reiseführer  zur Schwäbischen Alb. Wo sich heute Freizeitsportler aller Art und Touristen tummeln, fand Schwab ein unerschlossenes, furchterregendes, gefährliches, aber durchaus reizvolles Mittelgebirge vor:

Zeichnung: V. Onmir, nach einem zeitgenössischen Bild, Rabenkalenderrückseite 19.6.2012

Nun hat Wolfgang Alber den damaligen Schreibstar Gustav Schwab als Reiseschriftsteller neu entdeckt und bei  Klöpfer & Meyer einen Sammelband namens „Landschaftsbilder“ herausgebracht.

Sehtest

Samstag, Juni 9th, 2012

Sie sehen etwas unscharf, zumindest teilweise?

Kugelorchidee Pfullinger Berg.

Stimmt!

Fantastische Natur

Mittwoch, Mai 9th, 2012

Einfach rausgehen, Augen öffnen, suchen, finden…………

Helmknabenkraut (Orchidee)

Helmknabenkraut (Orchidee)

 

Samenstand der Küchenschelle mit Feuerwanzen

Spinnenragwurz (Orchidee)

Helmknabenkraut (Orchidee) beim Aufblühen

 

Slowfood, ich liebe…

Samstag, April 14th, 2012

…diese Messe. Und genieße sie in der Gegenwart und bewundere die Aktivisten, insbesonders die Hersteller hochqualitativer Lebensmittel. Ganz nebenbei: Die Schwäbische Alb ist gut vertreten, saugut, kräutergut, backgut, und nicht nur qualitativ, sonder auch quantitativ. Also heute oder morgen vorbeischauen. Nur über die Zukunft mache ich mir ein wenig Sorgen…. Wenn die Geschichte nur nicht irgendwann kippt und die Schnecken die Macht übernehmen… Ein Vorgeschmack:

Zeichnung V. Onmir, Rabenkalenderrückseite 13.4.2012

Neues aus dem Wald

Dienstag, Februar 28th, 2012

Ja, wir haben noch Winter. Und der wird uns auch noch ein Weilchen bleiben. Aber der Seidelbast (Vorname: Sebastian) platzt fast vor Stolz, demnächst seine Blüten öffnen zu dürfen. Gesehen am Schönberger Kapf, oberhalb Gönningens.

Außerdem gab es ein Ö zu sehen, was aber vermutlich nichts mit Jahreszeitenwechsel zu tun hat. Ö?

Zeitreise

Dienstag, März 22nd, 2011

Erdbeben, Tsunami, Atomkatastrophe in Japan, Streit um die Zukunft der Atomkraft hier bei uns, militärisches Libyenabenteuer, Stuttgart 21 und die Landtagswahl. Dazu das Tagesgeschäft mit all seinen Facetten. Kopf voll. Auseinandersetzungen in Streitgesprächen. Fliehen hilft nicht, aber ein Ausreißer verhilft zu Abstand, der wiederum näheres Hinschauen unterstützt. Raus. Auf die Alb. Märzenbecher, hohler Lärchensporn in violett und Weiß, Huflattich und Anemonen an der mittelalterlichen Ruine des Hohengenkingen – nach schneereichem Winter, endlich Frühling.

Burgruine Hohengenkingen, Sonnenbühl, Kreis Reutlingen

Blick nach Süden Richtung Kalkstein

Küchenschelle am Kalkstein

Schottische Hochlandrinder

Und dann noch ein Fund mit Seltenheitswert in dieser Größe und Vollständigkeit. Ein circa 160 Millionen alter Amonit. Trotzdem dauerte die Rückreise in die Gegenwart nur fünfzehn Minuten. Aufgetankt. Weiter geht’s.

Zeit gewinnen…

Mittwoch, September 1st, 2010

…und Zeitmanagement zu betreiben sind Themen, für die eine ganze Branche Lösungen anbietet. Ich verrate hier ein ganz einfaches Rezept, das zu Zeitgewinn verhilft. Man nehme einen Wochenanfang und verwandle beispielsweise einen Dienstag in einen Urlaubstag. Diese Umwandlung sollte so zeitnah geschehen (ich weiß, so einfach geht das nicht immer!), dass man über den freien Tag selbst überrascht ist und nun eine Fahrt an den Bodensee oder auf die Alb ins Lautertal oder sogar nach Backnang macht. Nach diesem, mit hoher Wahrscheinlichkeit geglückten Frei-Tag wird der kommende Tag als Montag empfunden, obwohl es sich in Wirklichkeit um einen Mittwoch handelt. Vermeintlich schrumpft die Woche und mit ihr die Zeit. In Wirklichkeit ist es jedoch eine Dehnung, weil ich ja die Woche zum zweiten Mal beginne und somit Zeit gewonnen habe.

P.S.: Ungeeignet ist, an Stelle des Dienstags einen Freitag als Frei-Tag zu nehmen, da der Samstag traditionell als Samstag (Beginn der Wochenendes) und nicht als Montag  empfunden wird. (Dieser Ratschlag steht zur freien Verfügung, inklusive Nachahmung, muss aber bei Zeitmanagementseminaren zitiert werden.)