Rechte Fliesen

  aus Reutlinger Generalanzeiger 14.10.2020

Vermutlich waren nicht „rechte Fliesen“, das heißt, Fliesen mit versteckter und daher auch verbotener Nazisymbolik gemeint, sondern das schwäbische „recht“ im Sinne von „richtig“. Isch halt an rechter Scheiß, wenn oim des bassiert!

Gschmäckle

Es gab einmal einen Postminister Kurt Gscheidle, mit dessen Name sich des Schwäbischen nicht mächtige Nachrichtensprecher schwer taten. Sie sprachen ihn immer als „Gescheidle“ aus. Nun haben wir es mit dem schwäbischen „Gschmäckle“ endlich wieder einmal in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft, aber was macht der Herr Habermehl? Er schreibt das wunderbare Wort hochdeutsch. Nur Mut, Herr Habermehl, das geschriebene Schwäbisch lässt gewisse Freiheiten zu, da es nicht der Strenge des Dudens unterliegt. Und das hat kein Gschmäckle, wenn man’s schreibt, wie man’s spricht.

 

 

200 Jahre schwäbische Selbstbetrachtung

Zeichnung: V. Schwabe Onmir, Rabenkalenderrückseite 3.5.2017

 

aus: „Ihr andre, haltet Gosch! Die Suche nach den Wesenszügen des Schwaben bringt kein Ergebnis, aber viel Wissenswertes. Das Fleiß-Image zum Beispiel gilt auch für neu Zugezogene.“ Von Henning Peterhagen in Reutlinger Nachrichten/SWP 29.4.2017