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Briefwechsel

Mittwoch, September 9th, 2020

 

 

 

(Absender, Datum)

Sehr geehrte Frau Hofmann,

 

Ihr Versicherungsangebot hat meinen Glauben an die Seriosität von HanseMerkur doch deutlich ins Wanken gebracht. Bisher war ich mit den Leistungen zufrieden, kann aber nicht verstehen, wie man die BILD Zeitung als Referenz anführen kann. Tagtäglich fällt die Boulevardpresse durch menschenverachtende und unseriöse Berichterstattung auf! Entweder geschieht die Verwendung eines solchen „Siegels“ aus Versehen, was ich nicht glaube oder es hat finanzielle Gründe. Zudem frage ich mich, wie Sie den Geisteszustand Ihrer Kunden sehen, wenn Sie meinen, mit solch einer Referenz punkten zu können.  Ihre Antwort wird sicher meine Entscheidung beeinflussen, ob ich Ihnen weiterhin mein Vertrauen schenken kann.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

(Unterschrift)

 

Die Wahl auf schwäbisch

Sonntag, September 22nd, 2013

Neues aus Leimerstetten. Genau so wird es dann ab Montag laufen, unabhängig vom Wahlausgang. Und trotzdem sich da noch die B-Zeitung in letzter Sekunde mit unangekündigten 41 Millionen Freiexemplaren (sonst hätten’s wieder ein paar „Uneinsichtige“ abgelehnt!?) in dummdreistem Befehlston („Prost Wahlzeit! Ab ins Wahl-Lokal! Ran an die Urne Eintritt ist frei! Je mehr Prozent, desto besser! So jung wählen wir nie wieder zusammen! Auf einem Kreuz kann man nicht stehen! Wer nicht wählt, wird Wirt! (…)“) zum Bundesfeldwebel aufschwingt (und weiterhin auch von ernst zu nehmenden Politikern hofiert werden wird) oder Anzeigen mit Unterstützerunterschriften erscheinen (Was soll mir das sagen? Brauche ich dauernd von allen Seiten Besserwisser, die mir sagen, was ich tun soll? Nein!) oder Karikaturist (?) Klaus Stuttmann Wahlverweigerer zu undankbaren Diktatorensympathisanten stempelt, bestätigt nur, dass es gar nicht um Inhalte geht. Der Ton, Kritikern gegenüber wird immer rauer, zuletzt in der Sendung ZDF log in. Vor vielen Jahren kam ein Dokumentarspielfilm, der von einem Szenario ausging, dass sich bei den ersten Hochrechnungen herausstellte, dass nur fünf Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl gegangen waren und nun versucht wird, diesen Ausgang zu vertuschen. Immerhin, und das ist bedenklich, aber Realität, ist die Zahl der Nichtwähler kontinuierlich gestiegen, sicherlich auch ein Ausdruck von Politikverdrossenheit. Ein gutes Wahlversprechen wäre für mich, ernst zu nehmende Schritte zu unternehmen, die Ursachen für Wahlverweigerung anzugehen, nicht die Nichtwähler zu verunglimpfen. Das hieße für Politiker, laut nachzudenken, wie Demokratie weiterentwickelt werden muss. Und das ist nicht damit getan, zur Wahl irgendeiner Partei aufzurufen, die sich für Volksabstimmung einsetzt. Nützt das alles nichts, hilft vielleicht Bert Brechts Gedicht Die Lösung weiter:

 

„Die Lösung

Nach dem Aufstand des 17. Juni

Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands

In der Stalinallee Flugblätter verteilen

Auf denen zu lesen war, daß das Volk

Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe

Und es nur durch verdoppelte Arbeit

zurückerobern könne. Wäre es da

Nicht doch einfacher, die Regierung

Löste das Volk auf und

Wählte ein anderes?“

 

 

Herr Magath tut’s auch

Dienstag, Februar 14th, 2012

Jeden Tag steht einer auf, der sich nicht zu bild ist, für die blöd-Zeitung den Hampelmann zu machen.

Selbst wenn diese tiefgründige Aussage ironisch gemeint wäre (hätte ja was), so macht er sich doch zum Erfüllungsgehilfen.