Posts Tagged ‘Architektur’

Architektur heute

Donnerstag, Januar 24th, 2019

Zeichnung/Collage: V. Onmir, Rabenkalenderrückseite 19.1.2019

Gehäuse

Mittwoch, Juni 20th, 2018

Zeichnung: V. Onmir, Rabenkalenderrückseite 16.6.2018

Südtirolerisch für Anfänger (1): Käschtn

Freitag, März 10th, 2017

Sprach man früher …

in Südtirol von Käschtn,  waren damit ausschließlich (Ess-)Kastanien oder auch Maroni gemeint.

Heutzutage entsteht Verwechslungsgefahr, denn …

nicht nur in Eyrs oder in Tschengls …

haben sich Käschtn in die traditionelle Ortsarchitektur eingeschlichen, die sich in dieser „Schuhschachtel“form global und unsensibel überall geschwürartig ausbreiten.

Ausbruchsversuch

Mittwoch, Januar 11th, 2017

 

H.B. 1/2017

H.B. 1/2017

siehe auch hier.

Schuhschachteln oder das Zeitalter der Einfallslosigkeit

Donnerstag, September 15th, 2016

Vor etwa zwei Jahren erschienen Artikel zur Neubebauung eines innerstädtischen Areals, die schon auf dem Papier den Eindruck erweckten, den guten Architekten fällt nichts mehr ein, als den ehemals revolutionären Bauhausstil zum hunderttausendsten Mal zu reproduzieren.

Eine activ-group hatte dazu erste Bilder veröffentlicht, die das Schlimmste vermuten ließen: „Schuhschachtelarchitektur“, selbst wenn in der Nachbarschaft noch historische Giebelhäuser stehen.

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Man scheint sich dann doch noch zu einem angedeuteten „Giebelvortäuscher“ hinreißen zu lassen, was das Ganze nicht besser macht.

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Auch wenn es sich nicht um ein ganzes Potemkinsches Dorf handelt, so ist das Ansinnen, nämlich mehr zu scheinen als zu sein, im Ansatz erreicht. Abgesehen davon, dass diese Art von Giebel nirgendwo mit historischen korreliert, es ist ein Giebel wie die Fassade vor einem Westernsaloon, der die Bude oder das Zelt dahinter verdeckt. Das wird deutlich beim Betrachten einer Luftaufnahme von Jürgen Herdin: Flachdach bleibt Flachdach! Was soll also der Bluff?

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Ausschnitt

Ausschnitt

Es wäre wünschenswert, die Architekten würden an alte Traditionen anknüpfen und Baukünstlern wie Theodor Fischer nacheifern, der seine Bauten immer in Beziehung zu Stadtbild, Historie, Natur und Umgebung setzte. Dieses Prinzip auf heute zu übertragen hieße, Städtebau so zu entwickeln, dass die Innenstädte von Hamburg, Pfullingen, New York und wo auch immer, sich nicht irgendwann Charakter-los gleichen!

Schuhschachtelarchitektur…

Dienstag, August 5th, 2014

… bestimmt immer mehr den öffentlichen Raum, dabei hat BAUHAUS bereits alles erfunden. Nun gut, man kann auch Aktuelles gut sehen, vermisst allerdings oft eine behutsame Einbettung in den städtebaulichen und landschaftlichen Kontext. Neu ist das Achalmhotel auf der, ja, Achalm bei Reutlingen. Auch hier war die Befürchtung, der grobe Klotz könne fremdkörpern. Tat er beim Bauen auch und verblüffte dennoch durch eine Formänderung, die durch die Balkonbrüstungen erreicht wurde. Aus der Schuhschachtel wurde ein abgerundetes, an ein Kreuzfahrtschiff erinnerndes Etwas, das sich farblich durchaus an den Berg anpasst, wenn man sich auch noch mehr Anschmiegsamkeit an den Reutlinger Hausberg gewünscht hätte.

Sogar ein alter Kastanienbaum dürfte stehbleiben und sorgt nun für angenehmen Schatten im Freiluftcafé.

Zweiter Frühling – Rauminstallation + Jubiläum

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Das Architektur- und Stadtplanerbüro Riehle + Assoziierte feiert seinen 60. Geburtstag. Gleichzeitig wurde in der nun auch schon zehn Jahre alten Ausstellungsreihe DominoArt eine Ausstellung des Künstlerpaares Bettina Bürkle und Klaus Illi eröffnet. Die Installation Zweiter Frühling fasziniert den Betrachter, der während der Woche zu den üblichen Bürozeiten das DOMINOHAUS am Echazufer 24 in Reutlingen besuchen kann, mit Objekten, die sich vom Boden zur Decke oder umgekehrt bewegen, aufblasen, erschlaffen – und dies in verschiedenen Farben und Geschwindigkeiten. Ich empfehle, sich einfach den Raum zu erobern, indem man Treppen steigt, sich hinsetzt und nur schaut und entdeckt. Kunsthistorische Zusatzinformationen bieten die Rede von Wolfgang Riehle und die Vernissagerede von Marko Schacher. Viel Vergnügen!

Perlen der Architektur (1)

Dienstag, April 27th, 2010

Mit meiner neuen Reihe „Perlen der Architektur“ will ich in loser Folge Highlights, eine Bezeichnung, die im vorliegenden Fall überhaupt nicht passt, eben „Perlen“ vorstellen. Heute der Balkon für Menschen mit Höhenangst. Im Erdgeschoss wohnen und trotzdem dem Balkongefühl frönen können, da haben sich die Architekten mal was gedacht! Auch ein hoher Sozialfaktor ist gegeben: Immer dran an den Leuten, dran am Geschehen, hier droht keine Vereinsamung. Möglicherweise auch als großer Pflanztrog zu verwenden. (H.B.)